• Maurice Bouillon

Das Manifest der Antitorheit Teil II

Aktualisiert: 28. März 2019

Die Wahrheit des Religiösen und die Torheit



Die Fähigkeit Komplexität zu verringern ist nicht nur im Intellektuellen zu finden, mich hat es viele Jahre gekostet, diese Wahrheit zu begreifen. Es ist zwar so, dass je zivilisierter eine Gesellschaft wird, desto bewusster wird diese auch; was aber zur Folge hat, dass der Mensch irgendwann nicht mehr dazu in der Lage ist seinen tierischen Instinkten zu folgen. An die Stelle des Instinkts treten dann Meinungen, Überzeugungen, Theorien und kollektive Ideen und unterstützen das Bewusste durch eine unbewusste Ebene. Doch um dies erreichen zu können, muss laut Carl Jung dem Unterbewussten Aufmerksamkeit gewidmet werden.


Die bewusste Ebene des Sinns wird um eine des Wertes erweitert, die auf subjektiven Gefühlen beruht. Dieser subjektive Wert wurde in der Vergangenheit durch heilige Schriften wie die Bibel erzeugt. Durch diese alten Schriften wurden kollektive Ideen der Vergangenheit in die Zukunft getragen. Doch das Sterben Gottes ließ den subjektiven Wert aus diesen Ideen lecken und nun kommen sie uns nutzlos vor. Der aufgeklärte Mensch schaut sich anderweitig um, doch allein durch Rationalität wird er keine Wahrheit finden, nur Ideologie. Er muss seine Suche auf das Spirituelle ausweiten. Erst sollten wir aber über kollektive Ideen reden und ihren Nutzen besprechen, um sie einer breiten Masse wieder intellektuell zugänglich zu machen und sie letztlich vielleicht sogar mit Wert aufzuladen.


Was die Religionen und vor allem die religiösen Texte verstanden haben, ist die Objektlosigkeit menschlicher Konflikte. Wir konkurrieren nicht so recht um etwas, wir konkurrieren um der Konkurrenz willen. Wie begehren, weil jemand anderes etwas begehrt.

Auf diese Tatsache treffen wir in der modernen Realität mehrfach, denn das Politische hat in jeden Lebensbereich Einzug gehalten und nichts könnte weiter entfernt vom Objektiven sein, wie das Politische. Politik ist eine Mischung aus Macht und Moralismus. So führte die Politisierung einer jeden Debatte dazu, dass es nun das Ziel des moralistisch überlegenen Relativismus gibt. Moral allein schon ist als Konzept nicht immer hilfreich, doch Moralismus ist seiner Natur nach toxisch, denn er kommt ohne jeglichen Sachverstand aus. Der Moralismus ist die Waffe des Tors, wie wir zuvor schon andeuteten.


Moral und Moralismus haben etwas gemeinsam, sie sind höchst subjektiv, sie können ihrer Definition nach, keine objektive Realität besitzen. Durch ihr Hinzukommen wird der eigentlich schon objektlose Konflikt noch etwas objektloser.


Das Ziel der meisten modernen Auseinandersetzung und das Ziel der meisten Ideologien, welche nur die Speerspitzen der verschiedenen Konflikte sind, ist es den eigenen moralistischen Relativismus zu befriedigen. Dieser richtet sich immer am Opfer aus oder an jenem oder jener, die man zum Opfer machen möchte. Die Welt wird in Gruppen eingeteilt, denn wie könnte man über ein Individuum sagen, ob es Unterdrückter oder Unterdrücker ist. Die Einteilung in Gruppen machte es einfacher, sich moralistisch überlegen zu fühlen, wenn man vermeintlich „schwächere“ Gruppen schützt. Spinnt man den Gedanken der Gruppenidentität als primäre Identität weiter, landet man in einem Zustand des biologischen Determinismus und muss anerkennen, dass es Unterschiede zwischen Rassen gibt, die nicht zu überwinden oder zu überbrücken sind, die so groß sind, dass diese kaum noch vergleichbar sein. Einen solchen Gedanken teilen „moderne“ politische Denker mit den wohl größten Menschheitsverbrechern der Geschichte.


Jede Offenbarungsreligionen beansprucht für sich, dass ihre heilige Schrift von Gott selbst stammt. Dieser kommuniziert in Form eines Mediums, eines sogenannten Propheten. Nun sprechen wir zuerst einmal darüber, ob es eine metaphysische Gestalt in diesem Universum geben kann? Da wir die Komplexität des gesamten Universums nicht einschätzen können, können wir auch diese Frage nicht endgültig beantworten. Eines ist aber sicher, wenn es eine solche Gestalt gibt, erscheint es als unwahrscheinlich, dass wir dazu fähig sind mit dieser Gestalt zu kommunizieren. Könnte es uns gelingen, wären wir selbst zu einer solchen Gestalt geworden. Können nun die heiligen Schriften Worte Gottes sein?


Nun ich finde Ja, und zwar alle, wie Hamlet und der Sommernachtstraum, bzw. Der alte Mann und das Meer. Gott ist eine Idee, welche zu uns in den Zeilen großer Bücher spricht. Doch woher kommt das Heilige dieser Schriften und wieso sind so viele Weisheiten darin versteckt? Wussten die Menschen damals mehr über unsere Welt? Nein, wie sollten sie auch? Wussten sie mehr über ihr Selbst? Auch dies denke ich, ist nicht der Fall. Jedoch wussten sie alle etwas, jeder wusste ein klein wenig und dieses nahezu kollektive Wissen findet seine Allokation in den heiligen Texten. Diese heiligen Schriften sind mit dem Wort Gottes zu vergleichen, weil hunderte Individuen, vielleicht noch mehr, eines Shakespeare, Goethe oder Hemingway Kalibers, an diesen Texten feilten und dies über Jahrtausende hinweg. Wahrscheinlich waren diese einzelnen Schreiberlinge nicht so talentiert wie Shakespeare, Goethe oder Hemingway, doch sie waren zahlreich. Die Weisheiten all dieser Individuen flossen mit der Zeit immer wieder in diese Texte ein. Jene Tatsache verleiht diesen Schriftstücken auch heute noch ihre Macht.


Lesen sie diese Texte und sie werden sehen, dass ich recht habe. Doch emanzipieren sie sich vorher von jeder Form der organisierten Religion, die Texte sind nicht untrennbar mit den Institutionen der Weltreligionen verbunden, ganz im Gegenteil. Die Weltreligionen brauchen ihre Texte und letztlich geht es diesen nur darum ihre Macht auszuweiten. Doch dieses Streben saugt den subjektiven Wert aus den heiligen Schriften und so sind verschiedene kollektive Werte mit den Jahren der Aufklärung verschwunden. Doch die Aufklärung stellt sich nicht gegen diese Texte, nur gegen ihre Interpretationen durch jene Institutionen, die ihre Geschäfte auf diesen Weisheiten aufgebaut haben. Liest man die Bibel, den Talmud (und Thora), den Koran, das Tripiṭaka (Sutras, Vinayas und Abidhammas), die vier Veden und die Bhagavad-Gita mit den Augen eines aufgeklärten Menschen, erkennt man sehr schnell, welche Macht in diesen Texten liegt und was für schändliche Dinge den Weisheiten darin, durch jene angetan wurden, die ihre Macht mit ihrer Hilfe ausweiten wollten.


Wissen ist der absolute Schlüssel und dies wird er immer sein, das Wissen um das eigene Selbst und das Wissen über die Welt um einen herum. Vor dem Erlangen von Erfolg und Glück steht die eigene Wahrheit und diese gilt es zu finden. Es gilt gegen die Dunkelheit der Lüge und der Ideologien zu kämpfen. Es gilt gegen sich selbst zu kämpfen, gegen die eigenen Gefühle und Torheiten. Die eigene Wahrheit zu finden, heißt sich selbst zu ergründen. Eigentlich wünsche ich dies niemandem und doch ist es so verdammt notwendig. Begeben wir uns also auf eine Reise, auf die Reise in die dunkelsten Abgründe der Existenz – begeben wir uns in das Innere des Menschen.

Jemand, der seine eigene Wahrheit kennt, kann kein Tor mehr sein. Denn um die eigene Wahrheit zu kennen, muss er sich selbst kennen und die Welt um sich herum. Die Menschen der früheren Zeit kannten zumindest sich selbst, durch die Hilfe der spirituellen Wahrheiten der „heiligen“ Schriften. Doch eines ist ebenfalls sicher, diese Wahrheiten sind nicht mehr eins zu eins auf den aufgeklärten Menschen anzuwenden. Die christliche Wahrheit kann nur teilweise die Wahrheit des modernen Menschen. Doch auch dieser benötigt eine Philosophie, welche ihn dabei unterstützt, Tragödie zu überwinden und die Welt um sich herum erklärbar zu machen.


Hierzu muss das Individuum nicht alles kennen, es muss nur in der Lage sein, Komplexität verringern zu können, wenn dies notwendig ist. Die Aufgabe der Religion muss nun vom Individuum übernommen werden. Keine Frage können hierbei die Prinzipien der großen Religionen helfen, denn eines muss uns klar sein, Wahrheit lässt sich nur zur Hälfte aus einer aufgeklärten Sichtweise heraus finden, die andere Hälfte muss spirituell ergründet werden.


Nun haben wir aber immer noch das Problem der subjektiven Gefühlsbetonung von kollektiven Ideen. Diese kann nicht mehr vom Heiligen allein übernommen werden, sofern wir Heiliges nur als etwas Sakrales verstehen. Doch dies sollten wir nicht, denn auch dem Künstler kommt diese Aufgabe zu, denn er wagt sich hinaus in das Unbekannte. Dies macht ihn zum Helden und teilweise verschafft ihm dies auch einen verdienten sakralen Nimbus.


Wertesysteme, Komplexität und Ideen

„Derjenige, der ein WARUM zum Leben hat, kann fast jedes WIE ertragen.“ Friedrich Nietzsche

Carl Jung führt den Beweis an, dass wichtige kollektive Ideen durchaus verschwinden können, wenn sie nicht mit subjektiven Werten aufgeladen werden. Hierfür kann schon ein einziger Generationswechsel ausreichen. So ist es die Aufgabe des Künstlers, wichtige Kollektivideen dem Individuum näherzubringen und diese mit subjektivem Wert aufzuladen. Betrachten wir nur meine Generation, so haben wir teilweise aufgehört, an die Ideale der Freiheit und all ihre Unterformen zu glauben. Wir sehen nur wenig Wert in der Idee freier Märkte und zuweilen noch weniger im Individuum selbst.


Doch was ist der Grund, dass wir diese so wichtigen Kollektivideen langsam zu verlieren scheinen - abseits der schon erläuterten Ursachen?


Nun die Medien tragen ausreichend Schuld daran, aber auch unsere fortschrittliche Welt selbst. Ihre Nichtlinearität hat in unfassbarem Maße Komplexität entstehen lassen, derer wir nur bedingt Herr werden. Kein vereinzelter Mythos kann diese Komplexität dem „einfachen“ Menschen verständlich machen und hier liegt das hauptsächliche Problem.


Wir müssen Institutionen vertrauen, dass sie Komplexität verringern, doch hierin machen sie einen immer schlechteren Job und deshalb wird diesen auch nicht mehr vertraut.


Doch wieso gelingt es den mächtigen globalisierten Institutionen nicht, Komplexität zu verringern?

Nun ihre Organe sind menschlich und wenn diese Komplexität nicht entmanteln können, besteht auch keine Hoffnung, dass Vertrauen in die Institutionen wiederhergestellt werden könnte.

Was ist nun also die Aufgabe?


Diese liegt ganz klar darin, kollektive Ideen zu erklären und sie so wieder intellektuell und emotional mit Werten versehen zu können. Dies sorgt letztlich dafür, dass Komplexität verringert wird, da sich Wahrheiten an diesen Werten ausrichten können.


Es ist wichtig den Wert der Freiheit zu verstehen und wie eine Überbewertung kollektivistischer Ideen und somit des Staates, dazu führen kann, dass wir diese verlieren.


Letztlich ist es ein Wettstreit der Ideen, diese sind nur leider nicht objektiv betrachtet gleich nützlich. Es ist wieder einmal das Problem des Oben und Unten, welches von Zeit zu Zeit ein schlechtes Ideal an der höchsten Stelle platziert und somit bessere Kollektivideen verdrängt. Sie mögen sich nun fragen, wie man eine bessere, von einer schlechteren Idee unterscheidet. Meiner Wahrnehmung nach ist dies einfacher als gedacht, eine bessere funktioniert einfach besser, tötet im Zweifel weniger Menschen und reduziert Leid.


Die Motivation hinter der Philosophie der Antitorheit


Es geht mir im Ganzen nicht darum, Ideen und Techniken vorzustellen, welche ich selbst gemeistert habe. Nichts liegt mir ferner, als mich als Metaheros zu präsentieren und als Ideal über alle Leser zu richten. Ich selbst bin voller Fehler, doch die Ideen der Antitorheit haben mir dabei geholfen besser zu werden, Dinge zu verstehen. Ich bin weit davon entfernt perfekt zu sein, dieses ist der Fluch eines jeden Individuum, doch mit diesem Fluch geht in meinen Augen ein Versprechen einher. Das Versprechen besser zu sein, besser zu werden, als man noch vor einiger Zeit war. Die Philosophie der Antitorheit soll kein Fingerzeig sein, niemanden möchte ich anklagen, mein Ziel ist es Menschen zu zeigen, dass sie besser sein können und was sie davon abhält besser zu sein. Womit ich direkt zur Motivation für all dies komme:


Vorgekaute Meinung, Ideologen und relativistischer Moralismus bedrohen unsere moderne Gesellschaft und jene westlichen Werte, die unter Millionen von Opfern und durch die wohl glücklichsten Zufälle der Menschheitsgeschichte erstritten wurden. Allen voran jener Wert der Freiheit, scheint zum ersten Mal, seit Anbeginn des 17 Jhd. wieder zur Disposition zu stehen. Der Grund hierfür ist klar und wurde schon mehrmals erläutert, kollektive Werte verlieren irgendwann ihre subjektiv emotionale Aufladung. Dieser Umstand ist in der Biologie und im Generationenwechsel begründet. Neue Generationen haben neue Ideen und das ist auch gut so. Doch jede wertige Diskussion muss eine der Ideen sein und deshalb möchte ich mit der Philosophie der Antitorheit jeder Idee begegnen, die sich offen oder versteckt gegen das Ideal der Freiheit und dessen Grundvoraussetzungen stellt. Ich werde Dinge wie freie Märkte, Meinungs- und Redefreiheit, Privatbesitz, Bildung, Demokratie, Religion, Journalismus, Regierungen und einiges mehr analysieren und sie in einen Zusammenhang zur Freiheit setzen. Doch sprechen wir zuvor über Freiheit und erneut über ihren wohl größten Feind, die Ideologie.


Die Möglichkeiten ein totalitäres System zu errichten waren noch nie so mannigfaltig wie heutzutage, nutzen wir Ideen nicht mehr und bekennen wir uns nicht zu ihnen, tun wir diesen etwas Schlimmes an, sie nutzen sich nämlich ab. Nutzen wir die Freiheit nicht, nutzt sie sich ab. Erkennen wir nicht die wohlstandsfördernde Kraft von freien Märkten, so sind wir zur absoluten Armut verdammt. Meiden wir nicht egalitäre Gesellschaften, saugen sie uns in ihren totalitären Sog.


Postmodernistische Denker lehnen die Werte der Aufklärung ab, doch ein Mensch der mehr Wert auf Gefühle, als auf Fakten legt, glaubt nichts mehr. Frei nach Hannah Arend öffnet ein Volk, welches nichts mehr glaubt, den totalitären Kräften Tür und Tor. Oft höre ich das Gegenargument, dass wir zu aufgeklärt wären und unsere Medien zu stark, in einer solchen Umgebung könnte sich niemals mehr ein totalitäres System entwickeln. Der Glaube an dieses GEFÜHL ist schon der erste Schritt in die Arme der Rattenfänger. Es muss ein täglicher Kampf für die Freiheit sein, wir müssen sie nutzen und dürfen sie gegen nichts in der Welt eintauschen. Ansonsten stehen wir nämlich irgendwann ohne da.


Die westliche Welt steckt in einer tiefen Sinnkrise und die ersten Auswirkungen zeigen sich schon in der Wahl eines Donald Trump zum US-Präsidenten, dem erfolgreichen Brexit-Referendum, einem immer größeren Markt für esoterische Dienstleistungen, den Kampagnen von Impfgegner und vielen weiteren ideologischen Strömungen, welche nach und nach den Tor in ihren Bann ziehen.


Die Antitorheit soll erläutern, wie gefährliche totalitäre Ideologien oder Ideologien an sich sind und ebenfalls wie sie sich als Individuum dagegen schützen können. Ratschläge kann ich nur auf diese Weise geben, nur wenn wir vollumfänglich verstehen, können wir Komplexität verringern.

Doch dies ist immer noch Teil der Problembeschreibung und das Problem ist die erste Stufe der Motivation, doch nicht Motivation an sich.


Junge Menschen sind auf der Suche und dies sieht man in ihren Neuorientierungen. Doch wieso? Nun die „Heuristiken“ unserer Eltern funktionieren nicht mehr. Die alten Regeln oder besser gesagt die temporären Regeln leisten keinen Dienst mehr. Ergebnisse davon sind, dass sich die Mitglieder meiner Generation gefährlichen Ideologien zuwenden. Dem Sozialismus und all seinen Unterkategorien und dem Nationalismus und all seinen Unterkategorien. Der kollektivistische Charakter dieser ideologischen Strömungen gefährdet alle Werte, die unsere Gesellschaft zu einer solch demokratischen, wohlhabenden und freien gemacht haben.


Motiviert hat mich immer das investieren. Also einen Akt der Unterstützung, durch den sich eine signifikante Verbesserung versprochen wird. Ich verstehe ihre Verwirrung, sie stellen sich etwas anderes unter dem investieren vor. Doch erweitern wir den Begriff des Investierens, wie sie ihn verstehen, um die Bereiche jenseits des Geldes und betrachten die Allokation aller Ressourcen dieses Planeten. Dies ist zu einem gewissen Teil natürlich Geld, doch ebenso Güter, welche ja nur zwei Seiten der gleichen Münze sind. Zwar beschäftige ich mich gerne mit der Reallokation von Gütern und Geldmitteln, doch noch mehr denke ich über die Allokation der wohl wichtigsten Ressource nach, jene kognitive Leistungsfähigkeit des Individuums. Diese stellt nämlich die menschliche Fähigkeit Probleme zu lösen dar. Deshalb stehe ich so strickt für das Individuum und gegen den Kollektivismus ein. Ich bevorzuge Freiheit und ebenso freie Märkte, über das tribalistische Diktat einer unfreien Planwirtschaft. Denn freie Märkte, sind mit einem Maximum an Freiheit ausgestattet und die chaotischen Prozesse, welche darin wirken, sorgen für eine optimale Allokation des Wissens. Eine Gesellschaft kann nämlich nur voranschreiten, wenn sie es schafft, ihr Wissen immer optimaler zu allokieren, wenn es ihr gelingt die klügsten Köpfe der Welt, an den jeweiligen Problem, die zu ihren Fähigkeiten und Fertigkeiten passen, arbeiten zu lassen.


Ideologien verhindern diese optimale Allokation des Wissens. Betrachten wir nur unsägliche Ideologien wie den vorher schon genannten Nationalismus und Antifaschismus. Diese Ideologien richten ihre schlausten Köpfe auf Pseudoprobleme aus und erfinden solche sogar von Zeit zu Zeit, weil dunkle Kräfte hinter einem Vorhang mehr Macht für sich beanspruchen wollen. Kluge Menschen werden zu Puppen und solche haben es an sich, dass sie niemals wissen, wer ihre Schlingen in der Hand hält. Dies würde mich nicht weiter stören, wenn es nicht eine solch bittere Verschwendung von Ressourcen wäre. Denn eines müssen wir betrachten, es entstehen immer Opportunitätskosten. Jemand, der sich gegen etwas einsetzt, kann sich nicht für etwas einsetzten. Die ganzen Ideologen würden besser an Problemen arbeiten und zu einem unfassbaren Fortschritt beitragen.


Ich bin Investor und habe mich auch immer als solcher betrachtet und unter diesem Stern steht auch die Antitorheit selbst. Es soll ein Investment in Menschen sein, in bessere Individuen. Ich für meinen Teil betrachte Menschen gerne als Problemlöser, gelingt es also bessere Problemlöser zu bilden, werden mehr Probleme gelöst. Dies hat zukünftig einen unfassbaren Effekt.


Deshalb sollten wir skeptisch sein und unseren Kindern es ermöglichen keine Ideologen, sondern Antitore und somit gute Problemlöser zu werden. Als Ideologe sind sie ein Soldat in einem Konflikt ohne Objekt, einem nach allen Kategorien nutzlosen. Als Problemlöser können sie zu einem besseren Leben für alle beitragen und sich nicht nur selbst in ihrem moralistischen Relativismus überlegen fühlen. Das Ziel ist es aufgeklärte Problemlöser zu generieren, welche als Individuen in dieser Gesellschaft funktionieren und keine moralistischen Relativisten, die lieber protestieren, als wirklich etwas zu tun.


Hierin soll die Antitorheit investieren und dies war auch die Motivation sie zu erschaffen. Denn sich selbst und grandiose kollektive Ideen zu verstehen, macht uns zu besseren Menschen, es fokussiert uns auf Wichtiges und lässt uns mehr Probleme, effizienter lösen. Dieser menschliche Zinseszinseffekt kann ungeahntes vollbringen. So wurde die Notwendigkeit nicht zu sterben und die Motivation des Investors zu jenem Dämon, der mich immerzu weitertrieb, die Philosophie der Antitorheit zu konzipieren.